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Hinzu kam, dass die Industrie extrem leichte Empfangssysteme entwickelte. Jetzt war es kein
großes Problem mehr, Modelle mit einer Spannweite von 80 cm und einem Fluggewicht von kaum mehr als 150 Gramm zu bauen. Als Material setzte sich 3 mm dicke Isolierplatten aus Depron - eine Art
Styropor - durch.
Für uns Piloten war der Hallenflugbetrieb eine wahrhaft gigantische Umstellung der Fluggewohnheiten
und zugleich eine neue Herausforderung. War man draußen den unbegrenzten Flugraum gewohnt, wurde es in der Halle plötzlich eng. Decke und Wände stellten sich schnell als unüberwindliches Hindernis
dar, dem man wohlweislich aus dem Weg flog. Zum Teil gelang das, aber auch öfters nicht und es rieselte Flugzeugteile. Eine Reparatur mit Sekundenkleber dauerte nur kurze Zeit und der nächste
Flugversuch wurde mit großem Hallo wieder gestartet. Mittlerweile hat man sich an die Raumdimensionen gewöhnt und einige fliegen schon ein komplettes Kunstflugprogramm in diesem begrenzten Raum.
Natürlich hat sich eine nationale und internationale Wettbewerbsszene in verschiedenen Kunstflugklassen gebildet.
Die Industrie ist dem Trend gefolgt und bietet einen preiswerten Einstieg an. Motore braucht keiner
mehr selbst zu entwickeln und die Modelle gibt es bunt bedruckt in großer Auswahl. Hier lässt sich auch mit kleinem Geldbeutel der Traum von eigenem Flieger erfüllen. Kein Wunder also, dass
viele Anhänger dieser Sportart im Bereich der Jugendlichen zu finden sind.
Bild oben: Am 15. Februar 2009 fand die 2. Vereinsmeisterschaft statt. Die 19
Teilnehmer in 3 Klassen zeigen, wie beliebt diese Art des Modellfluges im Winter ist. Der FC Schwaig stellt uns seine schöne Halle in der Regel am Sonntagnachmittag zum Training zur Verfügung.
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